Sehr geehrte Tierfreunde,

 

hier lesen Sie aktuelle Meldungen, Berichte und Informationen zu unserer Arbeit.

 

In der linken Navigationsleiste finden Sie die chronologisch sortierten Seiten.

 

Für Sie haben wir hier ein kleines "Archiv" mit Berichten und Tagebüchern der Vorjahre erstellt. Und manches, was Sie da finden, ist nicht unbedingt "Schnee von gestern" sondern durchaus lesenswert.

 

 

10.10.2018 MA

 

Die traurigen Geschichten reißen einfach nicht ab.

Kürzlich erreichte uns der Hilferuf einer weinenden Seniorin (89 Jahre). Mit tränenerstickter Stimme erzählte Sie ihr Anliegen, Sorgen und Nöte.

Seit vielen Jahren lebt die Dame, mit Ihrer eigenen Katze, im betreuten Wohnheim in einer Erdgeschosswohnung in Leonberg. Vor einigen Jahren hat sich ein Kater dazugesellt. Die Dame konnte das arme Tier nicht leiden sehen, nahm sich ihm an und nun füttert Sie das Katerle seit einigen Jahren. Offensichtlich hat Kater Miki – so hat sie ihn zwischenzeitlich getauft – noch nie ein eigenes Zuhause gehabt und Miki verlässt sich seit Jahren auf die alte Frau. Miki wird auf ca. 7 – 9 Jahre geschätzt.

Irgendwann musste Sie feststellen, dass Sie jetzt altersbedingt an ihre Grenzen stößt, der Aufgabe nicht mehr gewachsen ist und bat einen, für Leonberg zuständigen Verein, um Hilfe. Die holten den Kater ab, kastrierten ihn und setzten das Tier wieder bei ihr aus. Aber gerade das macht Ihr jetzt Sorgen! Was passiert, wenn Sie morgen stirbt? Was, wenn Sie erkrankt und sich nicht mehr um Ihre Katze und Miki kümmern kann? Alles ganz berechtigte Fragen und wir verstehen nicht, warum ihr da nicht geholfen wird bzw. geholfen werden konnte.

Jetzt haben wir Ihn erst mal die Zusage gegeben, Ihre Katze zu übernehmen, falls es nötig wird.

Auch möchten wir uns natürlich um Kater Miki kümmern und Marco K. hat ihm eine Unterkunft gebaut und auf der Terrasse aufgestellt.

So und jetzt zu EUCH!!! Wir benötigen wir ganz dringend euch Hilfe: wer wohnt in Leonberg und könnte sich ein wenig oder ab und an, um die Katze der alten Dame und Miki kümmern? Einfach nachschauen, ob alles in Ordnung ist, füttern und das Katzenhaus säubern, wenn nötig! In der Zwischenzeit versuchen wir für Miki eine Lösung zu finden.

Wir wissen, dass das nicht für die Dauer sein darf aber es wäre zumindest mal ein Anfang.

 

Bitte, wenn Sie helfen können, dann melden Sie sich bitte bei Frau Ademovic, Tel. 01522 2482295, ab 15 Uhr.

20.08.2018 SN

 

Ente gut alles gut!

Sonntagmorgen halb neun. Anruf auf dem Notrufhandy: "Ente flugunfähig, in einem Hinterhof in der Innenstadt." Rundruf im Chat – wer kann mal nachschauen. Also los und Ente einfangen. Sie konnte wirklich nicht fliegen, fauchte mich aber schimpfend an als ich sie packte. Erste Entenbeschau! Keine sichtbaren Verletzungen. Trotzdem ab zum Tierarzt und gründlich untersuchen. Noch mit Flaum unter den Federn aber erwachsen, war sie zu schwach um genügend Flugmuskulatur aufzubauen. Ein häufiges Phänomen bei verendeten Wildtieren zurzeit. Futter und Wasser sind knapp.

Dann zur Pflegestelle zum Päppeln. Ein abgedeckter Hasenstall mit großem Freilauf, Wasserbecken und genügend Futter waren für einige Tage ihr neues Zuhause. Nachdem sie sich gut vollgefressen hatte galt es, sie wieder in die Freiheit zu setzen. Wo schwimmen in Ortsnähe Enten in der Glems? Am Glemsbalkon! Ente einpacken, mit Box zur Schlossmühle hinter dem Glemsbalkon fahren, Entenschwarm abwarten, Ente aus Box holen und mit einem dicken Schmatzer zu Ihren Kolleginnen entlassen. Sie konnte fliegen, welch Glück. Laut schnatternd entschwand sie in den Weiten der Glems. Wer eine Ente mit weißem Fleck auf dem Schnabel entdeckt…das ist sie. Ich hab ihr zur Kennung einen Klecks Nagellack auf den Schnabel getupft.

 

18. Juli 2018

 

Liebe Tierfreunde,

 

hier geht es um Cosmo und Abigail (die Namen haben sie von ihren großen Fans in der Tierarztpraxis und aus der Pflegegruppe bei Mayers).

 

Doch.... vor etwa 2 Wochen sah das noch ganz anders aus: Sehr dünn, Augen verklebt, viele Flöhe und - dem Himmel sei Dank - ein Besitzer, der sie mir mitgegeben hat!!!! Und wir durften die Tiere versorgen und kastrieren!!!! So etwas lassen wir vom Tierschutz uns nicht zwei Mal sagen.....

 

Jetzt sind 15 Katzen und Kater kastriert, ein ganz dickes Dankeschön an die Tierarztpraxen in Ditzingen und Leonberg, die für uns in Sonderschichten gearbeitet haben. Zu denen wir immer kommen dürfen, auch wenn es nur noch ganz wenig miaut und sooo schlecht aussieht!

 

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Ditzingen haben uns einen Riesenbetrag gespendet. Dafür unseren besten Dank! Wer mag, macht gerne mit.

Unsere IBAN: DE63 6039 0300 0030 5640 00 Volksbank Leonberg-Strohgäu eG.

 

Kontakt: Giesela Mayer 0157 56788054

 

17. Juni 2018 GS

Liebe Tierfreunde,

 

mehr als zwei Dutzend Mitglieder besuchten am 16. Juni den

 

alternativen Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach.

 

Die stellvertr. Parkleiterin Sabrina Reimann führte uns durch das weitläufige Gelände und erklärte den Teilnehmern sehr engagiert und mit viel Fachwissen die Entstehungsgeschichte des Parks, die Herkunft der Tiere und den Umgang mit ihnen. Bereitwillig beantwortete sie Fragen und hat sich wirklich viel Zeit für uns genommen.

Sabrina Reimann machte deutlich, dass sich der Park ganz wesentlich von anderen Tierparks und Zoos unterscheidet. So werden keine Tiere gezüchtet, die Fütterungsmethoden sind bewusst anders gewählt (z. B. keine festgelegten Fütterungszeiten). Die Wölfe und Bären stammen fast ausschließlich aus schlechter Haltung; häufig waren sie als Zirkustiere oder in Zoos eingesetzt und mussten oft jahrelang in völlig unzureichender Umgebung vegetieren. Das gilt auch für die beiden Luchse, die seit Juli 2017 im Park eine neue Heimat gefunden haben.

 

Die Mehrzahl der mitgereisten Ditzinger Tierfreunde ist davon ausgegangen, mal das eine oder andere Tier kurz zu erspähen. Beim Rundgang stellte sich heraus, dass wir außerordentliches Glück hatten: Ob Bär, Wolf oder Luchs: Sie zeigten sich den Besuchern fotogen und – natürlich durch einen Gitterzaun getrennt – konnten viele Tiere aus nächster Nähe beobachtet werden.

 

Ein "Highlight" im wahrsten Sinne des Wortes war gegen Ende der Führung der 2016 geborene Bär "Agonis". Er hat es sich in schwindelerregender Höhe auf einem Baum bequem gemacht. Siehe Foto.

 

Alle waren sich einig: Dieser Ausflug hat sich gelohnt.

 

Weitere Informationen: www.baer.de

22.05.2018 GM

 

Ferienzeit...

Einige Katzen kommen mit dem Urlaub Ihrer Familie so gar nicht zurecht. Anderer Fütterer, andere Zeiten und dann womöglich Katzenumzug ins Feriendomizil... Dabei war es so gut gemeint: Menschen in wellness - Katzen in wellness....

 

Ihre Katze versteht schnelle Änderungen oft falsch. Umzug heißt: Ich soll da weg, weil mich mein Mensch, mein Ein und Alles nicht mehr mag. Ich bin verwirrt, traurig, geschockt.

 

Ferienpfleger merken, dass der Superschmuser plötzlich hinterm Sofa hockt und gar nicht mehr herkommt; dass der verfressene Hauskater in Hungerstreik tritt. Und dass Mietze, sonst pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk, zwar weiter im Freigang ist, zum Fressen aber plötzlich einige Häuser weiter auftaucht. Insgesamt alle bissle von der Rolle. Die Menschen können reden, die Katzen wohl auch, aber es scheint kommunikationstechnische Missverständnisse zu geben.

 

Deshalb: Vorher chippen und registrieren, vorher immer wieder kurze Besüchle beim oder vom Ferienpfleger zum warm werden. Nachbarn informieren, damit auch die wissen, dass Sie nicht da sind und Ihre Katze nicht bloß verscheuchen. Reden hilft, Beziehungen fördern die Freundschaften...

 

Giesela Mayer

14. Mai 2018 GM

Liebe Tierfreunde und Tierschutz-Interessierte,

dies wird wieder mal einer dieser berühmten öffentlichen Briefe. Gerne würde ich mir Ihre Gesichter vorstellen, wie Sie gerade lesen, gerne würde ich noch mehr mit Ihnen darüber reden, was uns im Tierschutz gerade in Ditzingen und den Teilorten so bewegt.

 

Bewegen tut es nicht nur mental, bewegen tut es auch ein Auto samt Fahrer, immer hin und her... immer im Herzen bei dem Tier, um das es gerade geht. Was auffällt: Hier fällt kein Vogel aus dem Nest, ohne dass es einer merkt!!! Hier passiert nix, ohne dass einer zum Telefon greift und uns anruft!!!! Lieber einmal zu viel als zu wenig! Alles gut, auch wenn es den Adrenalinpegel der Rufbereitschaft in echt extreme Schwankungen versetzt!

Zu Beachten, gerade in diesen Tagen: Wenn es sich bei dem Fundtier um einen aus dem Nest gefallenen Jungvogel handelt - gucken Sie zuerst, ob es einen Elternvogel gibt, der sich noch um das Küken kümmert. Abwarten und beobachten ist Gold wert....und Fahrzeit, denn unsere Päppelstelle ist in Oberriexingen... Weiter zu beachten. BITTE !!!!! Päppeln Sie NICHT selber, sondern rufen Sie an und lassen Sie Fachmenschen ans Werk!!!

Zahme Jungkrähen, dann aber nicht in der Natur langsam wieder ausgewildert, fliegen hinter "Ihren" Menschen her... andere Menschen verstehen das nicht und werten es als Angriff! Reden Sie mit uns darüber, bevor wir nicht verstehen, was wir da gerade retten sollen...

 

Zum Nächsten: BITTE CHIPPEN UND REGISTRIEREN SIE IHR HAUSTIER BEI TASSO UND BEI FINDEFIX!!!! Wir telefonieren uns hier die Finger wund auf der Suche nach Eigentümern von Tieren zwar mit Chip, aber ohne Registrierung. Bei Hunden stehen wir oft zu dritt da, Polizei und Tierschutz, da läuft eine Riesenmaschinerie ab! BITTE ZEIGEN SIE VERANTWORTUNGSBEWUSSTES VERHALTEN! Einem Hund speziell ist echt geholfen, wenn sein Halsband seinen Namen und Ihre Telefonnummer trägt! Wissen Sie, wie es Ihrem Tier geht, wenn es orientierungslos wildfremde Menschen anbetteln muss, bloß weil es zu Ihnen heim will und wir finden Sie nicht? Verzweiflung ist da ein sehr schwaches Wort!

 

Eine weitere Bitte: Lassen Sie Ihr Gras und die Wildblumen wachsen und erfreuen Sie sich an dem, was noch in Ihrer Wiese und Ihrer Nähe krabbelt und summselt, bevor Sie es ausrotten, weil Sie ihm die Nahrung vorenthalten! Auf jedem Balkon hat es Platz für ein Pflänzle, an dem ein Tier satt wird. In jedem Garten braucht es jetzt alle unsere Anstrengung, dass wir NICHT Mähen, sondern stehen lassen, bevorzugt Brennesseln, Disteln, auch Wildblumen! Auch das ist VERANTWORTUNGSVOLLES Verhalten!

Unsere Jugendgruppe hat sie sich angeguckt, bestimmt und gezeichnet, am Taubenturm an der Hirschlander Straße können Sie gerne einen Blick drauf werfen. Gerne erörtern wir das auch am Nachhaltigkeitstag am 9.6. auf dem Laien näher.

Wir treffen uns. Wir reden gerne drüber.

Im Namen Ihres Tierschutzvereins Giesela Mayer 0157 56788054

09.04.2018 BK

 

3 Eichhörnchenkinder haben den Weg zu uns gefunden.

 

Die Kleinen waren wohl aus dem Nest gefallen und werden nun in der Pflegestelle aufgepäppelt. Da die Pflegemama aber ein paar Tage auf Reisen ist, haben die drei Kleinen vorübergehend hier Asyl gefunden.

 

Bald werden sie soweit sein, dass sie alleine fressen und dürfen dann wieder in die Freiheit.

19.04.2018

 

Dieses Foto hat uns ein Vereinsmitglied geschickt und schreibt dazu:

"Unsere" Igel haben ihr Winterquartier aus dem Freigehege gut genährt in die Freiheit verlassen.

Wir hoffen, dass alle ein gutes langes Leben haben!

 

 

Große Kastrationsaktion

 

Mitte März 2018 wurde bei unserer Freundin, Laura Rivis, in Arad - Rumänien - eine Kastrationsaktion durchgeführt. Zusammen mit zwei Ärzten und 2 Arzthelfern aus der Smeura *), konnten 53 Hündinnen, 19 Rüden, 56 Kätzinnen und 7 Kater kastriert werden! Diese Zahl muss man sich vor Augen halten: 135 Tiere, die nicht zur weiteren Vermehrung beitragen.

 

Laura und ihr Mann haben ihre Garage mit Wasser, Strom und Heizung zur Verfügung gestellt. Wie viel Arbeit dies alles gemacht hat, sehen Sie auf den Fotos. Die gesamte Vorbereitung, die Kastrationen an sich, die Nacharbeiten... Das Team hat das ganze Wochenende durchgearbeitet! Unvorstellbar und hervorragend.Wir danken, dass diese Aktion so gut gelungen ist!

 

Wir, der Tierschutzverein Ditzingen, und somit Sie - unsere Mitglieder, Spender und Gönner, haben die ganze Aktion finanziell großzügig unterstützt.

 

Gerne würden wir auch in Zukunft helfen, das unnötige Vermehren der Straßenkatzen und Hunde , das Leid, das auf sie zukommt, wenn sie sich auf den Straßen alleine ernähren müssen, zu lindern.

Das Team der Smeura hat uns seine Hilfe zugesagt. Sie werden ihr Team erneut schicken, auch wenn das heißt, wieder 6 Stunden quer durch Rumänien zu fahren.

 

Vielleicht möchten Sie uns dabei unterstützen? Wir freuen uns über jede Zuwendung, die wir bekommen und weitergeben können! Bitte helfen Sie mit, das Leid der Straßentiere zu verringern!
 

 

*) Smeura ist das größte Tierheim der Welt und wird von dem Verein Tierhilfe Hoffnung e. V. mit Sitz in Dettenhausen betrieben. Diese Organisation ist manchen von Ihnen vielleicht im Zusammenhang mit dem Namen Ute Langenkamp (†), der Vereinsgründerin, bekannt.

 

 

Weitere Info: 0174 2466323 Biggi Kordisch

Liebe Tierfreunde,

 

bei der gut besuchten Mitgliederversammlung am 16. Februar wurden die Tierfreunde von der Vorsitzenden Giesela Mayer über die Arbeit im vergangenen Jahr informiert. So hatten die ehrenamtlichen Tierschützer im Lauf des Jahres nahezu 150 Tiere in ihrer Obhut. Natürlich war im Bericht die Einweihung des Taubenturms genauso ein Thema wie der Besuch des SWR-Fernsehens. Die Neufassung der Vereinssatzung hat die Versammlung einstimmig beschlossen. In einem Ausblick auf die für 2018 geplanten Aktivitäten wurde deutlich, dass sich das Team viel vorgenommen hat und auch mehrere Veranstaltungen für die Ditzinger Bürgerinnen auf der Agenda stehen.