Sehr geehrte Tierfreunde,

 

hier lesen Sie aktuelle Meldungen, Berichte und Informationen zu unserer Arbeit.

 

In der linken Navigationsleiste finden Sie die chronologisch sortierten Seiten.

 

Für Sie haben wir hier ein kleines "Archiv" mit Berichten und Tagebüchern der Vorjahre erstellt. Und manches, was Sie da finden, ist nicht unbedingt "Schnee von gestern" sondern durchaus lesenswert.

 

 

06.07.2020 GM

 

Hier eine der vielen wahren Geschichten, warum wir in Ditzingen so stolz auf unsere Kinder sind:

Ein Mädchen, deren Namen wir aus Datenschutzgründen natürlich nicht nennen, gab diese Woche in Ditzingen in der Tierarztpraxis ein Spatzenküken ab. Dazu diese Geschichte: Genau über ihrem Fenster das Nest der Spatzenfamilie, darin zu beobachten das Wachsen der jungen Vögel. Dann auch leider zu beobachten, dass eines der Küken früh aus dem Nest fiel. Und dann hat die junge Tierfreundin noch genauer hingeschaut: Beim ersten Start zur Flugpremiere, bereits voll befiedert, verheddert sich eines der Küken in einem Plastikbändchen, dass seine Eltern beim Nestbau mit hinein gewebt hatten. Das Mädchen bittet ihre Eltern um Hilfe, und der Papa durchtrennt mit einer Schere das Plastik. Hätte das Ende der Geschichte sein können – loslassen - fliegt weg. Aber nein, der Mini hat sich beim Zerren das Bein verletzt. Sie bringt das Küken in die Praxis - ja fliegen könnte er, aber an einem Sitzplatz landen nicht - nein, nichts gebrochen, aber verrenkt...

Also wird der Tierschutzverein informiert - Zwischenstation zur Pflege. Noch ein gute Geschichte: In unserer neuesten Pflegestelle sitzt dort schon ein Grünfink; eine kurze Diskussion ob Freund oder nicht Freund beenden die beiden durch Gemeinschaftskuscheln. Auch hier gibt es ein Mädchen, hochgradig motivierte Eltern - der Spatz zieht ein. Zwei Tage später wird er beobachtet, dass er das Beinchen nicht mehr abstreckt, sondern es aktiv nutzt: Er hockt auf dem Ästchen und hält es fest!

Noch ein Telefonat.... der Transportservice des Vereins funktioniert - er soll ja in die Nähe seines Nestes zurück, er ist ja ein Schwarmvogel! Dann wird es happig: an der angegebenen Adresse wohnt ein Katzenbesitzer, der von einem Spatz nichts weiß - was tun? Da lass ich doch das Produkt von so viel Aufwand nicht 'raus! Hier bekommt das Wort Vogel-Futter leider eine ganz andere Bedeutung.... Also wird es ein Gebüsch ganz in der Nähe...

Abends eine online-Anfrage an den Verein, wie es denn dem Spatz aus der Praxis geht? Ich rufe an, und bin so erfreut über die Geschichte der Familie, dass ich Ihnen, liebe Tierfreunde, diese unbedingt an Sie weitergeben möchte.

Kinder, die Eltern haben, die das begleiten - hinschauen - nicht lockerlassen – beobachten - das Wissen über ein Tier sich aneignen - großes Lob!

"Ein kleiner Spatz - Mann treiben die einen Aufwand!" kann man jetzt auch sagen. Wir meinen: Ein Spatzenleben von mehreren Jahren statt zwei Tagen und die Möglichkeit so einen schlechten Start zu etwas Gutem zu wandeln, das ist aktiver Tierschutz! Wir bleiben dran, man sieht, es lohnt sich!

 

G. Mayer 0157 5678 8054

 

15.06.2020 GM

 

Wie funktioniert eine Rettungskette?

 

Noch ein Gedankenspaziergang.....

Wer einen Erste-Hilfe-Kurs besucht hat, kennt die Herangehensweise, die Kinder und Jugendlichen der Jugendgruppe kennen es auch.... Eine Rettungskette entsteht dann, wenn einer einen Anfang macht! Was haben Sie in dem Kurs gelernt? ANSCHAUEN-ANSPRECHEN-ANFASSEN...?!? Erinnern Sie sich?

Genauso funktioniert eine Rettungskette für ein Tier auch - egal ob Haustier, Wildtier, der erste Schritt ist der, dass Sie HINGUCKEN.

Der zweite Schritt erfordert nun eine Leistung, die auch jeder beherrschen müsste: Der Mensch DENKT KURZ NACH. ER erwägt: Was weiß ich über dieses Tier, das mir hier so wichtig ist, dass ich jetzt nicht weitergehe? Ist die Körperhaltung ok? Zeigt es Schmerzen? Ist es ein Nestflüchter? Wer kann mir auf meine Fragen eine Antwort geben?

Bevor ich jetzt weitermache und zum Ansprechen starte und ich weiß, dass ich nichts weiß, mache ich es wie die Kandidaten bei "Wer wird Millionär?" Ich nehme den Telefonjoker!!!!! Ich ruf mal beim Tierschutzverein an! Ich google es! Ich frage wen, der es wissen könnte! Nur Mut! Wir telefonieren und beraten, bei Schmerz und Not versuchen wir Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten, ja, wir sind im Ehrenamt, wir kommen nicht immer, aber hinhören oder an weitere Zuständige verweisen tun wir schon.

Dann zum ANSPRECHEN: Wir werden den Weg NICHT MIT IHNEN AUSDISKUTIERNEN!

Was Sache ist ist Sache! Nur ein Chip im Tier und die zugehörige Registrierung macht es möglich, dass der Halter (=Eigentümer) gefunden werden kann!

Nur ein gutes Gucken macht es möglich ein Bild in diese sozialen Netzwerke zu stellen und einfach mal zu fragen: Wem in meiner Gegend könnte diese Katze gehören, die da bei uns auf der Terrasse sitzt? Früher hat man in der Gegend 'rumgefragt, man hat mal in der Nachbarschaft geklingelt und kurz geschwätzt, wer ist wo neu dazu gekommen, man hat sich vorgestellt... Ich möchte nicht hoffen, dass diese alte Form der Kommunikation in Vergessenheit geraten ist. So was geht auch mit Mundschutz!

Was aber gar nicht geht, wirklich überhaupt gar nicht und das hat bestimmt noch kein einziger von Ihnen an einem Unfallort erlebt: Die Rettungskräfte diskutieren die Sache in aller Form nochmal durch. Haben Sie das bei den Hilfsdiensten je gesehen? Bei der Feuerwehr? Bei der Polizei?

SO. Bei uns AUCH NICHT! Ob der Vogel da sitzen bleibt oder ob die Katze auf der Straße liegend richtig ist, das ist KEINE ANGELEGENHEIT ZUR DISKUSSION! HANDELN SIE! Rufen Sie den Telefonjoker an! Lassen Sie andere Meinungen stehen, aber lassen Sie das Tier in Not nicht allein.

Aktuell geht es um einen Fundkater aus Hirschlanden, wieder kein Chip, kein Täto, dafür schwerst verletzt! Wer kennt ihn?

Grüße vom Tierschutzverein

Giesela Mayer, Tel. 0157 56788054

Bild von Uschi Dugulin auf Pixabay

15.05.2020 GM

 

Gedankenspaziergang

 

In diesem Artikel des Tierschutzvereins Ditzingen möchte ich Sie einladen, mit mir einen „Gedankenspaziergang“ zu unternehmen...

 

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Nachbarn, einen guten Bekannten, eine Freund, einen Kollegen, den Sie unheimlich wertschätzen. Ihnen liegt an ihm, sie arbeiten gerne zusammen, Sie verbringen Teile Ihrer Freizeit gemeinsam, Sie schwätzen am Gartenzaun, Sie tauschen Rezepte, Kuchen, schicken witzige Whatsapps. Im Krankheitsfall gehen Sie einkaufen, überlegen, wie Sie es dem anderen leichter machen, so all das....

Jetzt muss der Nachbar aus dem Nebenhaus, das saniert oder abgerissen wird, seine Wochnung verlassen und steht plötzlich auf der Straße – was nun? Er beginnt bei den anderen um Unterschlupf zu fragen,  zeitweise mal hier mal da. Was täten Sie dann?

 

So ähnlich geht es gerade den Krähen in unserem Ditzingen!

 

Hochintelligente Tiere, gucken Sie mal z.B. Youtube. Ein Mädchen fütterte Krähen... Lesen Sie über ihre Besonderheiten, ihre Liebe zu hohen Bäumen!

 

Erst alle Bäume am Bahnhof weg, bis auf eine Platane. Es wurde eng für die Tiere einen neuen Platz zu finden, dann zog ein Teil an die Lache, da war schon gute Vegetation. Vor wenigen Wochen fielen viele der Bäume dem Hochwasserschutz zum Opfer, also ziehen jetzt die Krähen auf die verbleibenden Bäume im Bereich der Hohenstaufenstraße.

Und jetzt? Schlüpft die neue Brut, es ist eng, es wird laut. Und nun wächst der Unmut, gleich mehr Kot – klar, es sind ja viele dicht an dicht, die normalerweise weit verteilt gewesen wären. Selbstgemachtes Problem!

 

Gleiches Thema die Singvögel: Klar hörte sie jeder gerne, wenn wir ihnen aber ihre (Insekten-) Nahrung wegroden, wird keiner mehr satt! Sie brüten an den „irresten“ Stellen, sterben weg, es werden weniger, wir hören nur noch wenige Amseln, zählen Singvögel, aber was ändern wir an unserem Verhalten? Warum fressen die Meisen die Knödel nicht? Es sind keine Insekten drin! Sie picken das Fett wenn überhaupt für die Brut, was aber fehlt sind die Käfer der alten Bäume.

 

Recherchieren Sie die Lebensgewohnheiten der Tiere um Sie herum und informieren Sie sich über ihre Bedürfnisse, geben Sie dieses Wissen (wie die Rezepte) gerne weiter!

 

Viele Grüße vom Tierschutzverein, Giesela Mayer, Tel. 0157 56788054

01.05.2020 BK

 

Das war wieder eine erfolgreiche Vermittlung!

 

Manchmal ist es einfach Schicksal….

Schäferhündin Lady wurde auf der Straße in Rumänien gefunden. Unsere Tierfreundin Laura nahm sie bei sich auf und wir wollten sie nach Deutschland holen um eine neue Familie für sie zu finden.

Dann kam Corona – alle Grenzen waren zu, sie musste noch bei Laura bleiben. Wochen später, sie durfte ausreisen, doch welch Pech, kurz nach der Grenze war das Auto defekt, sie mussten umkehren.

Nach weiteren vierzehn Tagen war es endlich soweit! Lady durfte kommen . Wir hatten natürlich hier schon umfangreiche Vorarbeit geleistet, Kontakte geknüpft. Foto und Beschreibung waren bereits auf unserer Internetpräsenz zu sehen. Lady wurde im Ditzinger Anzeiger beworben und wir versuchten unser Glück auch auf der Internet-Seite der Schäferhundnothilfe e.V.

Die Vorsitzende, Frau O. machte mir beim Telefonat leider nicht wirklich Mut: Einen Schäferhund zu vermitteln, vor allem, wenn er nicht 100 % reinrassig ist, sei sehr schwer. Sie stellte Text und Fotos dennoch auf Ihrer Internetseite ein.

Zwei Tage später erhielt ich eine freundliche Anfrage per E Mail. Eine Familie mit zwei Kindern interessierte sich für unsere Hübsche! Es folgte ein informatives, ausführliches und unheimlich nettes Telefonat . Unglaublich – die Familie hatte wenige Tage zuvor bei der Schäferhundhilfe angefragt, aber leider keinen passenden Hund gefunden und nun rief Frau O. die Familie noch spät am Abend an um ihnen zu sagen, dass eine neue Hündin ein zuhause sucht, die auch sehr lieb mit Kindern ist. Die Familie und wir beschlossen, es zu versuchen und so packten wir Lady ins Auto und fuhren 400 km nach Essen, wo die Familie lebt. Ein paar Stunden später befanden wir uns ohne Hund auf dem Rückweg. Es hätte nicht besser klappen können. Lady hat sich von Anfang an vorbildlich benommen, ist lieb mit den Kinder, relaxt mit anderen Hunden, die wir beim Laufen getroffen haben.

So sollte Zusammenarbeit im Tierschutz aussehen! Wir bedanken uns ganz herzlich bei der ersten Vorsitzenden des DSH Nothilfevereins!

Von der Familie, die Lady "adoptierten", kamen schon am nächsten Tag gute Nachrichten per WhatsApp und Mail. Familie und Hund sind happy!!!

 

Biggi Kordisch

 

06.04.2020 GS

 

Liebe Leser, liebe Tierfreunde,

 

aus gegebenem Anlass (nein – nicht wegen Corona!) ein dringender Hinweis:

 

Vor wenigen Tagen wurde uns ein aufgefundener, herrenloser Hund gebracht. Wie üblich, gleich ein "Check", ob das Tier einen Transponder (Chip) hat. Ergebnis: JA, der Chip konnte ausgelesen werden. So weit – so gut, oder auch nicht: Denn das Tier war weder bei Findefix noch bei Tasso registriert. Es folgten Telefonate, Meldungen in Facebook und WhatsApp – kurz gesagt, ein erheblicher Zeitaufwand für unsere ehrenamtlich tätigen Tierschützer. Das wäre vermeidbar gewesen!

Leider sind wir häufig mit ähnlichen Situationen konfrontiert, die unnötigen Aufwand bedeuten.

 

Deshalb unsere wirklich dringende Bitte an alle Tierhaltenden: Lassen Sie Ihr Haustier unbedingt beim Tierarzt chippen und dann ist ganz wichtig die (kostenlose) Registrierung bei  FINDEFIX (dem Haustierregister vom Deutschen Tierschutzbund) und TASSO.  Nur so kann bei Verlust das Tier schnell an sein Frauchen/Herrchen zurückgegeben werden.

 

 

Ein Gruß von unserer Tierfreundin Laura aus Rumänien:

 

https://www.facebook.com/groups/589420184547297/permalink/1485680674921239/
 

"Nachlese" Mitglieder-Jahreshauptversammlung vom 28. Februar 2020

 

Danke an alle Teilnehmenden unserer Mitglieder-Jahreshauptversammlung am 28. Februar. Unser Vorstand berichtet über das Vereinsgeschehen von 2019 und informiert über Aktivitäten in diesem Jahr.

 

Stadtrat M. Grossmann richtet als Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Ditzingen seine Dankesworte an den Verein. Er spricht seine Anerkennung aus, die ja auch durch den Bürgerpreis dokumentiert wurde. Die Vereinsarbeit beeindruckt und zeichnet sich dadurch aus, dass der Vereinszweck ausgerichtet ist, für andere da zu sein. Herr Grossmann zeigt Respekt für das Engagement und die tolle Jugendarbeit. Positiv wird von ihm auch das "Highlight" Taubenturm erwähnt. Ein Zuwachs der Mitgliederzahlen, den es beim Tierschutzverein seit Jahren gibt, kann nicht als selbstverständlich angesehen werden. Sehr erfreulich ist, dass der Verein keine finanziellen Sorgen hat. Herr Grossmann ermuntert, weiter so aktiv zu sein und auch Aufgaben zu übernehmen, die eigentlich Sache der Stadt sind.

 

L U P I

 

Die Vorgeschichte von Lupi:

 

Man(n) kann es manchmal wirklich nicht glauben, was man liest oder sieht, aber wenn es vor der eigenen Türe passiert - dann glaubt man es.... Ein Bericht von unserer Freundin Laura aus Rumänien.

Eine Nachbarin von ihr hörte es in einer zugebundenen !! Tüte am Straßenrand jammern, die Neugier siegte und sie schaute sich den Müllbeutel genauer an - der kleine Welpe Lupi war das Ergebnis. Da sie den Kleinen nicht behalten konnte, setzte sie ihn in einen Eimer auf den Gehweg. Luft bekam er jetzt ja wenigstens. Laura hörte davon und machte sich sofort auf den Weg, ihn zu sich zu nehmen, obwohl auch bei ihr eigentlich kein Platz mehr frei war. Der Welpe ist ca. Mitte Juli 2019 geboren.

 

Lupi ist ganz typisch Welpe, mit allen Hunden verträglich, er kennt Katzen und Hasen und liebt Kinder. Natürlich hat er noch viel Blödsinn in seinem Köpfchen, so wie alle Welpen. Er braucht eine solide, liebevolle Grunderziehung. Lupi ist seit 6. Dezember 2019 in einer Pflegestelle bei uns.

 

Update vom 2.2.2020:

Lupi, der Hund aus der Mülltüte!

 

Das Wichtigste in Kürze: Das Ellenbogengelenk seiner linken Vorderpfote wurde im Babyalter durch rohe Gewalt schwer beschädigt, vermutlich durch Tritte oder Schläge! Fast ein Wunder, dass Lupi die Pfote überhaupt so gut einsetzt.

Leider stellte sich jetzt noch heraus, dass zwei Knochen im Vorderlauf nicht gleichmäßig wachsen, sich somit die Pfote nach innen dreht. Um ihm Komplikationen, wie Fehlstellung und dauerhafte große Schmerzen zu ersparen, ist eine Operation kurzfristig dringend notwendig. Die Kosten werden im vierstelligen Bereich sein!

Deshalb benötigen wir für diesen tapferen, herzigen "Lupi" finanzielle Unterstützung durch liebe Tierfreunde, um ihm ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen. Sein Start ins Leben war hart. Jetzt hat er Besseres verdient.

Spenden bitte auf unser Konto mit dem Stichwort "Lupi". Im Namen von Lupi bedanken wir uns recht herzlich. Sollten mehr Geldspenden gutgeschrieben werden als für die Tierarztkosten/OP notwendig sind, werden wir die Beträge für unsere andere Tierschutzarbeit einsetzen.

 

Spendenkonto:  IBAN: DE63 6039 0300 0030 5640 00

BIC: GENODES1LEO  Volksbank Leonberg-Strohgäu eG

 

Weitere Möglichkeiten für Geldspenden sind hier beschrieben.

 

N E U E   I N F O :

 

Am 19.02.2020 war es endlich soweit: Pflegefrauchen und Lupi machten sich auf den Weg nach Wiesloch, um den Spezialisten und orthopädischen Tierarzt endlich persönlich kennen zu lernen. Dieser hat nach eingehender Prüfung der Röntgenbilder, div. Videos zur Bewegungsanalyse, so wie gründlichem Check von Lupis linker Vorderpfote entschieden, dass im Moment keine OP durchgeführt wird. Aus heutiger Sicht würde dies keine wirklichen Vorteile bieten. Da Lupi die Pfote nicht komplett strecken und belasten kann, ist auch die Belastung auf dem Handwurzelgelenk nicht so groß, wie gedacht.

Der Spezialist möchte verhindern, dass der gesunde Knochen durch eine OP eine gewisse Instabilität erhalten würde, was für einen so aktiven, energiegeladenen Hund dramatisch wäre. Der Aufbau der Muskulatur durch Physiotherapie, so wie die Beobachtung der Beweglichkeit des Handwurzelgelenkes sind jetzt erst einmal wichtiger und sinnvoller.

Wenn der Bube ausgewachsen ist,werden wir nochmal den Weg in die orthopädische Klinik machen und dann wird der Arzt entscheiden, ob eine OP ratsam ist, oder er durch andere Maßnahmen, wie z. B. Wassertraining / Physiotherapie besser unterstützt werden kann. Lupi wird immer gewisse Probleme mit seinem Vorderlauf haben, da das Ellenbogengelenk definitiv nicht wieder hergestellt werden kann.

 

Um so glücklicher sind wir, dass Lupi "seine Menschen" gefunden hat! In den nächsten Wochen wird Lupi langsam an die neue Familie gewöhnt, um dann endgültig umzuziehen.

 

Für Ihre Spenden danken wir ganz ganz herzlich!! Sie helfen uns, die Kosten für bisher erfolgte und künftige Behandlungen, Röntgenbilder, sowie Physiotherapie und die Kastration, zu tragen.

 

Nicht verbrauchte Spendengelder bleiben für Lupi's weitere Behandlung reserviert, bis sicher ist, ob Lupi in einigen Monaten eine OP benötigt oder nicht.

 

 

11. Februar 2020 BK

 

Dieses ca. 7 - 10 Tage alte Feldhasenkind, das uns am Sonntag gebracht wurde, konnte ich gestern einer kompetente Pflegestelle übergeben.Die etwas turbulenten Fahrt durch Sturm "Sabine" hat es gut verkraftet Das gerade mal 190 Gramm leichte Tier bekam am Treffpunkt einen noch kleineren Hasenkumpel, was für die beiden Tiere ein großer Gewinn ist.

 

Die Tiere werden nun in der Pflegestelle gepäppelt, bis sie groß genug sind, dass sie wieder in die Freiheit entlassen werden können. An dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN!

 

Der beste Weg allerdings: Bitte Jungtiere, wenn irgend möglich, am Fundort lassen! Die Mutter kommt in aller Regel und kümmert sich um ihr Junges. So hat der Nachwuchs die beste Überlebenschance.